Was ist der Unterschied zwischen mehligkochenden und festkochenden Kartoffeln?

Der Unterschied liegt vor allem im Stärkegehalt. Mehligkochende Kartoffeln enthalten mehr Stärke als festkochende. Die Stärke liegt in Form von kleinen Körnchen in den Kartoffelzellen. Beim Kochen saugen diese Körnchen Wasser auf und quellen. Wenn sie stark genug aufquellen, platzen die Zellen und die Kartoffel wird weich und locker.

Mehligkochende Kartoffeln enthalten nicht nur mehr Stärke, sondern auch mehr Amylose. Das ist ein Teil der Stärke, der sich beim Kochen schnell löst und Wasser aufnimmt. Der andere Teil, Amylopektin, bleibt beim Kochen stabil. Durch den höheren Amylose-Anteil werden mehlige Kartoffeln besonders locker und nehmen gut Flüssigkeit auf.

Festkochende Kartoffeln enthalten weniger Stärke und mehr Amylopektin. Sie bleiben beim Kochen fest, feucht und fein in der Struktur.

Es gibt drei Haupttypen von Kartoffeln:

  • Festkochend: Diese Kartoffeln bleiben beim Kochen fest und springen nicht auf. Sie sind ideal für Salate, Salz-, Pell- oder Bratkartoffeln.
  • Vorwiegend festkochend: Sie sind etwas weicher, springen beim Kochen leicht auf und eignen sich für Rösti, Pommes, Grillkartoffeln oder Gerichte mit Soße.
  • Mehligkochend: Diese Kartoffeln sind grobkörnig und trocken. Sie sind perfekt für Püree, Eintöpfe, Suppen, Klöße, Reibekuchen oder Kroketten.

Merke dir:

  • Mehligkochende Kartoffeln: mehr Stärke, mehr Amylose, platzen beim Kochen, werden locker
  • Festkochende Kartoffeln: weniger Stärke, mehr Amylopektin, bleiben fest
  • Amylose löst sich beim Kochen, Amylopektin bleibt stabil
  • Festkochend: für Salate, Bratkartoffeln
  • Vorwiegend festkochend: für Rösti, Pommes, Grillgerichte
  • Mehligkochend: für Püree, Eintöpfe, Klöße, Kroketten